Bedeutung der ethnischen Ökonomie in Kommunen:
Interkulturelle Öffnung und Vernetzung
Rechtsanwalt Emre Hizli hat sich im Rahmen seiner Vorsitzendentätigkeit beim Unternehmerverband TIAD (www.tiad.de) für die Förderung der ethnischen Ökonomien und deren Akteure, vor allem türkischer Herkunft starkt gemacht. So entstand mit seiner Initiative und dem Engagement des 1. Bürgermeisters der Stadt Roth der sog. Deutsch-Türkische Unternehmertag in Roth, der jährlich 1 Mal veranstaltet werden soll.
Hier ein Auszug aus dem Konzept und dem Vortrag des Herrn Hizli beim 1. Unternehmertag in Kurzfassung:
A. Bedeutung der ethnischen Ökonomie
UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund leisten wichtigen Beitrag zur ethnischen Ökonomie.
Veranstaltungen wie der 1. Deutsch-Türkischer Unternehmertag in Roth sollen vor allem das Bewußtsein stärken, dass ethnische Ökonomie im Hinblick auf Wirtschaftskraft und Potentiale in der betreffenden Region sehr wichtig ist.
Im Vordergrund stehen die Potentiale der UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund, nicht ihre Defizite.
Umgang miteinander, ganz im Sinne des Verhaltens eines ehrbaren Kaufmanns
Kultur der gegenseitigen Akzeptanz und Wertschätzung auch im Bereich der ethnischen Ökonomie zu pflegen und zu fördern
B. Interkulturelle Öffnung und Vernetzung
Verstärkte Vernetzung der UnternehmerInnen unter sich, vor alllem aber mit den örtlichen Wirtschaftsförderern und der Gemeinde.
Vernetzung interethnischer Art -- alle Menschen mit Migrationshintergrund.
Vernetzung geprägt von interkultureller Öffnung und vom gelebten Miteinander !
Dann großartige Potentiale -- zusätzliche Kundenkreise, Arbeits- und Fachkräfte und die Steigerung des Umsatzes und der Investitionsmöglichkeiten in der Region / Gemeinde.
Durch Erfahrungsaustausch erleichterter Zugang zu wichtigen, die eigene unternehmerische Betätigung fördenden Erkenntnissen.
Im weitesten Sinne: Förderung der ethnischen Ökonomie.
C. Bedeutung der Örtlichkeit
Bei alledem zählt örtlicher Bezug: Bekenntnis zur Region / zur Gemeinde
Verbindungen in der Region / Gemeinde. Hier kennt man sich, hier kann Vertrauen aufgebaut werden. Aktivitäten konzentriert auf lokale Gegebenheiten
Für die Gemeinden selbst gilt: spezifische Herausforderungen der hier lebenden Menschen ausländischer Herkunft im unternehmerischen Bereich zu ermitteln und auszuwerten
D. Schaffung eines Netzwerkes: „Internationaler Unternehmerverband in Roth“
Vertreter der ethnischen Ökonomie vernetzt Euch ! Bildet einen „Internationalen Unternehmerverband in Roth“. Mitglied in dem Netzwerk (keine Vereinsmitgliedschaft) kann jede natürliche und juristische Person mit besonderem Bezug zur ethnischen Ökonomie sein, insbesondere UnternehmerInnen ausländischer Herkunft und Unternehmervereine, die einen Zusammenschluss von UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund darstellen.
E. Ziele
Auf örtlicher Ebene sollten dabei folgende Ziele verfolgt werden:
Erreichen der Ziele:
Um die Ziele zu erreichen, werden Fachbereiche und Arbeitsgruppen gebildet, insbesondere (nicht abschließend)
Jährlich sollte ein Unternehmertag organisiert und durchgeführt werden, in dem die bisherige Arbeit gewürdigt und neue Ziele festgelegt werden könnte.
F.Fazit:
Wer die ethnische Ökonomie in der Region / Gemeinde fördert, der fördert die Gesamtwirtschaft in der Region / Gemeinde.
Wer dies akzeptiert, der optimiert seine Arbeit, indem er sich im Rahmen des Netzwerkes bestmöglich einbringt, von den Erfahrungen anderer lernt, neue Ideen entwickelt und bei der Förderung der ethnischen Ökonomie, letztlich im Interesse der Allgemeinheit mit sozialer Verantwortung und ehrenamtlichen Engagement mitwirkt. Gemeinsames Handeln für gemeinsame Ziele.
Nachqualifierung und Berufsbildung von Türkischstämmigen
Rechtsanwalt Emre Hizli hat sich im Rahmen seiner Vorsitzendentätigkeit beim Unternehmerverband TIAD für die Förderung der Nachqualifizierung und Berufsbildung bei Türkischstämmigen eingesetzt.
Hier ein Auszug aus dem Vortrag des Herrn Hizli bei der Veranstaltung in der Handwerkskammer für Mittelfranken am 25.05.2011:
"...Gerade hier in Mittelfranken, ja weiter noch in der Metropolregion Nürnberg fühlen wir uns für diese Themen im Bereich der türkischstämmigen Bevölkerung regelrecht dazu berufen, hier maßgeblich mitzuwirken, ja mit zu gestalten. Dabei begreifen wir das Thema nicht bloß als Mittel für theoretische Auseinandersetzungen, sondern als Verpflichtung eines jeden Menschen, sich bestmöglich in diesem Feld aktiv einzubringen, um den hohen Anforderungen der demografischen Entwicklung in Deutschland unter Berücksichtigung der Integrationslage und der Wirkungen der Globalisierung gerecht zu werden.
Wir brauchen in Deutschland immer mehr und dauerhaft qualifizierte Arbeit. Es geht um die Sicherung des Platzes in der Weltwirtschaft und des Wohlstandes. Da ist es unumgänglich, die Qualifikationspotentiale der Menschen in Deutschland, hier in der Metropolregion Nürnberg viel besser zu nutzen als bisher, gerade bei Menschen mit Migrationshintergrund, deren berufliche Fähigkeiten und Kenntnisse, ggf. erweitert und verfeinert durch ergänzende Bildungsmaßnahmen, eine große Chance letztlich für uns alle in Deutschland darstellen.
Dabei lege ich persönlich ganz besonderen Wert auf den gerade angedeuteten Örtlichkeitsbezug der Aktivitäten. Hier vor Ort gilt es alle nur denkbaren Kräfte dafür zu mobilisieren, in dem so wichtigen Bereich der Bildung im weitesten Sinne Tatkraft und Umsetzungswillen an den Tag zu legen. Hierfür müssen die Multiplikatoren und Berater gewonnen und an sinnvollen Orten platziert werden. Diese müssen in der Lage sein, die Betroffenen zu erreichen, anzusprechen, diese auf dem Weg der Bildung, Weiterbildung, Nachqualifizierung und der Anerkennung von Bildungsabschlüssen kompetent, individuell und Ziel führend zu beraten.
Wir müssen die Unternehmer bzw. die Betriebe für diese Themen sensibilisieren, in deren eigenem Interesse es sein muss, den eigenen Mitarbeitern den Weg zu mehr Qualifikation aufzuzeigen. Sie profitieren dabei nicht nur von der Wertschätzung des Mitarbeiters, sondern von dessen anerkannter Arbeit, die aufgrund der richtigen Bewertung der erworbenen Qualifikationen natürlich einen anderen Stellenwert sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer hat. Der Arbeitnehmer wird in die Lage versetzt, ein besonderes Selbstwertgefühl zu entwickeln, was wiederum gerade in Zeiten der heftigen, nicht immer sachlich geführten Integrationsdebatten mehr als wichtig erscheint.
Wir müssen natürlich vor allem die Ungelernten oder vermeintlich Unqualifizierten erreichen und sie in den genannten Bereichen sensibilisieren. Der Mensch soll mit den Qualifikationen anerkannt und respektiert werden, über die er tatsächlich verfügt. Er soll aber auch einsehen, dass seine im Ausland erworbenen Kenntnisse nicht immer dem deutschen bzw. europäischen Standard entsprechen müssen. Hier muss schleunigst die Bereitschaft entstehen, einen Bildungsabschluss nachzuholen bzw. sich nachzuqualifizieren, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Bei den Bildungsabschlüssen im Ausland muss im Übrigen gelten: Anerkennung nicht um jeden Preis ! Hier gilt es natürlich, das in Deutschland vorhandene hohe Bildungsniveau in den jeweiligen Berufsfeldern beizubehalten. Bisheriges Problem bei der Anerkennung von Bildungsabschlüssen war und ist die mangelnde Aussagekraft der ausländischen Zeugnisse. Wenn es nun im Rahmen der Anerkennung von Bildungsabschlüssen um neue Verfahren geht, dann geht es vor allem um die Entscheidung über die Anerkennung, in der zumindest ein guter Überblick über die vorhanden Qualifikationen und Kenntnisse, aber auch über die fehlenden Bausteine im Vergleich zum entsprechenden deutschen Beruf gewährt wird. Mit der Entscheidung kann dann spätestens dem Arbeitgeber ein aussagekräftiges Dokument vorgelegt werden, der einen Nachweis für Stärken des Betroffenen liefert, auch wenn im Ergebnis eine negative Entscheidung über die Anerkennung selbst herauskommt. Letztlich stehen zusätzliche Chancen zur Debatte, die der Betreffende nutzen kann. Das muss dem Betroffenen klargemacht werden.
Wir, TIAD, haben Zugang zu zahlreichen Unternehmern in Mittelfranken, diese wiederum zu ihren Mitarbeitern. Bei den Unternehmern geht es zudem um sehr wichtige Multiplikatoren aus dem Bereich der reglementierten Berufe (etwa Ärzte, Rechtsanwälte, Apotheker, bei denen die Zulassung staatlich geregelt ist), aber auch viele aus dem Bereich der nicht-reglementierten Berufe, bei denen es sich vordergründig um die anerkannten Ausbildungsberufe des dualen Systems der Berufsausbildung handelt. Die genannten Multiplikatoren haben oft tagtäglich Zugang zur türkischstämmigen Bevölkerung und können in ihren Betrieben nicht nur ihren Mitarbeitern, sondern auch den Kunden, Patienten und Klienten türkischer Herkunft ggf. berufsbegleitend wichtige Informationen im Bereich der Bildung anbieten, wenn auch passiv etwa durch Auslegen der Informationen im Wartezimmer. Unsere Aufgabe ist es, hier Akzente und Schwerpunkte zu setzen, die Unternehmer für das Thema Bildung nicht nur für ihr Eigeninteresse zu gewinnen und zu entsprechendem Einsatz zu animieren. Uns allen muss die gesamtgesellschaftliche Verantwortung im Bereich der Bildung klar sein ! Es geht uns alle an !
Wir müssen in die Schulen gehen, dort die Kinder ansprechen, die Eltern erreichen und sie davon überzeugen, dass ihre Kinder etwa mit ihren zusätzlichen Sprachkenntnissen und Kenntnissen in der türkischen Kultur wichtige Potentiale für den deutschen Arbeitsmarkt bringen können. Die Menschen müssen in ihrem Selbstwertgefühl gefördert werden. Integrieren heißt vor allem das Bewusstsein stärken, dass wir alle aufeinander angewiesen sind, wollen wir alle eine friedliche, wirtschaftlich sehr gute Zukunft in Deutschland, in unserer Region.
Uns geht es bei alledem um Zusammenarbeit mit den wichtigen Stellen, vor allem mit der Handwerkskammer für Mittelfranken, der Industrie- und Handelskammer für Mittelfranken, der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, den Gemeinden in Mittelfranken und nicht zuletzt mit dem Generalkonsulat Nürnberg, die unter der hervorragenden Leitung der Frau Generalkonsulin Öztürk-Çil steht. Natürlich sind uns gerade auch Vereinigungen wie ATIAD, auf örtlicher Ebene wiederum der Ausbildungsring Ausländischer Unternehmer, kurz AAU, sehr wichtig. Bei beiden Vereinen werden wir hier intensivere Gespräche suchen und auf gemeinsame Projekte pochen.
Ich komme nochmals zurück auf das Generalkonsulat Nürnberg. Frau Öztürk Cil, Sie sind ein großer Gewinn für unsere Region, das habe ich bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht. Sie haben auch schon wichtige Impulse im Bereich der Bildung gesetzt. Gestatten Sie mir dennoch folgende Anregung, weil hier auch andere wichtige Vertreter sind, die diese Anregung sicher gerne mit aufgreifen:
Ich bin auf einen Aktionsplan in Nordrhein-Westfalen zwischen der Bundesagentur für Arbeit, den Türkischen Generalkonsulaten in Düsseldorf, Essen, Köln und Münster und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gestoßen. In dem Aktionsplan geht es um „Zukunft durch Ausbildung“, um die Erkenntnis, dass eine solide Berufsausbildung sowohl für junge Menschen als auch für Betriebe eine wichtige Grundlage des persönlichen wie wirtschaftlichen Erfolges sei. Und dabei hat man folgende, eben auch für mich sehr interessante Maßnahme in dem Aktionsplan vorgesehen:
Regelmäßige Sprechstunden der Berufsberatungen bei den türkischen Generalkonsulaten.
Die türkischen Generalkonsulate werden an ihren Standorten in Kooperation mit den Berufsberatungen der Agentur für Arbeit ein neues, regelmäßiges Informationsangebot zu Berufsorientierung- und Ausbildungsfragen einrichten, das den interessierten Besuchern und Besucherinnern der Konsulate, insbesondere aber den türkischen Eltern in der Berufswahlphase und bei der Ausbildungssuche, offen steht.
Aus meiner Sicht könnte eine solche Kooperation nicht nur mit den Agenturen für Arbeit, sondern auch mit weiteren Kooperationspartnern, etwa die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer sowie TIAD, ins Leben gerufen werden. Das Generalkonsulat Nürnberg hat einen sehr wichtigen und intensiven Zugang zur türkischen bzw. türkischstämmigen Bevölkerung in Nordbayern. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, über die bisherigen Angebote des Konsulats hinaus dort entsprechende, etwa von den Agenturen und Kammern entsandte und entlohnte Berater und Informationsquellen nachhaltig einzusetzen, flankierend eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, um tatsächlich die betroffenen Menschen zu erreichen. Wenn das über Jahre in intensiver Form gemacht wird, könnte dies – nämlich die fundierte, zweisprachige und zielgruppengerechte Beratung und Information – zu einer sehr wichtigen Institution in den Generalkonsulaten in Bayern werden. Wir, TIAD, erklären uns gerne bereit, im Rahmen eines vergleichbaren Aktionsplanes der entsprechenden Akteure in Bayern diese zu unterstützen.
Im Übrigen müssen in den Themenbereichen Synergien genutzt, auf Kooperationen gesetzt, ja tatsächlich zusammengearbeitet werden, völlig unabhängig von den sonstigen Interessenlagen der Partner. Wenn es um die Bildung geht, muss am selben Strang gezogen werden. Hier müsste aus meiner Sicht verstärkt öffentlich für einen Zusammenhalt ganz im Sinne der Bildung plädiert werden, dabei rede ich mehr über die türkischen Vereinigungen. Auch da ist TIAD bereit, auf alle mitwirkenden, allerdings mehr örtlich agierenden, den Nutzen der Metropolregion Nürnberg sehenden Vereinigungen, Einrichtungen zuzugehen.
Wir jedenfalls sind im Gespräch mit den oben schon genannten Stellen, gemeinsam Beratungsangebote und Informationsquellen in den Räumlichkeiten des TIAD zur Verfügung zu stellen und nachhaltig dafür zu werben, diese Angebote auch tatsächlich anzunehmen.
An die zuständigen Stellen appellieren wir, die Voraussetzungen für berufsmäßige, in Schulen, in Vereinen und im Türkischen Generalkonsulat etwa einzusetzende Berater mit der notwendigen, angemessenen Vergütung zu schaffen. Es muss auch für die Berater selbst Ansporn sein, die Menschen zu mehr Qualifikation anzuhalten. Nur mit ehrenamtlicher Tätigkeit wird dies wohl eher schwierig werden. Im Bereich der Integration sollten die negativen Erfahrungen der Integrationskursleiter eine Lehre sein.
Heute, meine sehr geehrten Damen und Herren, geht es in der Sache um Berufsbildungsabschlüsse, nachhaltig geeignete Rahmenbedingungen für Nachqualifizierungen, um verdiente Anerkennung, ja letztlich um die Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfes. Der rasante Anstieg der Anforderungen an Bildung, an Qualifikation verlangt es aus meiner Sicht, den (vermeintlich) Unqualifizierten tatsächlich an der Hand zu nehmen und auf seinem individuellen Lernweg intensiv zu unterstützen. Wir müssen uns Zeit nehmen für den Menschen und diesen – bei aller gebotenen Eile aufgrund des Fachkräftemangels – behutsam und vernünftig zu sicheren Bildungsabschlüssen bzw. Nachqualifizierungen führen. ATIAD macht dies aus meiner Sicht in hervorragender Weise, das Projekt „İŞte Bilgi“ kann nur begrüßt werden. Wir rufen Sie alle dazu auf, das Projekt mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Kräften zu unterstützen.
Was die Bemühungen im Bereich der Bildung in unserer Region angeht, so denke ich, dass wir da auf einem guten Weg sind. Vergessen wir nicht, dass Nürnberg in Sachen Integration wirklich sehr vorbildhaft arbeitet. Ich denke, ein jeder in der Metropolregion Nürnberg hat erkannt, dass Bildung der Weg zum Erfolg ist, nicht nur wirtschaftspolitisch, sondern auch gesellschafts- und integrationspolitisch. Das gibt mir persönlich große Hoffnung für unsere Region.
Bildung ist der Weg zum Erfolg, der Weg zur gelungenen Integration. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sehr interessante Veranstaltung und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit."
Workshop Türkei - Veranstaltung der IHK für Oberfranken
Rechtsanwalt EMRE HIZLI referiert zu rechtlichen und wirtschaftlichen Themen hinsichtlich des Investitionsstandorts Türkei und greift dabei im Wesentlichen die Fragen der rechtlichen Rahmenbedingungen mit konkreten Bezügen zu den Investitionen und des interkulturellen Know-Hows auf.
Hier ein Auszug aus der betreffenden Präsentation, die beim sog. Unternehmerfrühstück in der IHK für Oberfranken am geliefert wurde (in Kurzform):
A. Vertreter der deutsch-türkischen Wirtschaft als Brücke zwischen den Wirtschaftsnationen Deutschland und Türkei
Kompetenzen
v neutrale Moderatoren zwischen den Märkten der Türkei, Deutschlands und Europas.
v sprechen die Sprache der türkischen und der deutschen Wirtschaft.
v fördern aktiv die Wirtschaftsbeziehungen unserer beiden Länder.
Netzwerke
v Union der Türkischen Kammern für Handel, Industrie, Seehandel und Warenbörsen (TOBB)
v Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer in Istanbul (AHK)
v Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer in Berlin (TD-IHK)
v Netz an weiteren Beratern (Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern)
Unterstützung
v bei Fragen zu den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen
v bei der Auswahl neuer Gesprächspartner
v als Vermittler attraktiver Geschäftskontakte
v bei der Erstellung maßgeschneiderter Recherchen
v bei der Überwindung bürokratischer Hürden
B. Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
v Deutschland und die Türkei verbinden außerordentlich vielfältige und intensive Beziehungen, die Jahrhunderte zurückreichen
v Deutschland ist traditionell der wichtigste Handelspartner der Türkei
C. Vorteile von „Made in Germany“ - Positives Deutschlandbild in der Türkei
v kaum negative Vorurteile gegenüber deutschen Firmen
v solide, genau und diszipliniert
v sicherheitsbewusst, feste Regularien
v deutsche Produkte und Firmen sind willkommen
v deutsche Unternehmen genießen einen natürlichen Wettbewerbsvorteil
v Deutsche sind die beliebtesten internationalen Geschäftspartner
v langfristig hervorragende Chancen, insbesondere für mittelständische Unternehmen aus Deutschland
D. Interkulturelles Know-How
Networking – Erfolgsfaktor: persönliche Kontakte
v Nutzung deutsch-türkischer Plattformen in Deutschland –
in Deutschland beginnt die Vernetzung!
v Aufbau von persönlichen Kontakten in geeigneten Plattformen in der Türkei
v Teilnahme an Seminaren der AHK, Kontaktaufnahme auch mit
Regierungsvertretern
v Referenzen
v Empfehlungsschreiben der Hausbank
v Einsatz von Vermittlern / Vertretern, die türkische Kultur kennen
(Dolmetscher, Berater etc.)
v Geschäftspartner / Geschäftsführer, die die türkische Kultur kennen
Geschäftliche Termine und Verhandlungen
v Zeit und Geduld – Geschäftstreffen rechtzeitig verabreden und bestätigen.
v Erfolgsfaktor: persönliche Beziehungen (Hinweis: viele Unternehmen immer noch familien- und inhabergeführt).
v Türken legen Wert auf beständige und vertrauenswürdige Partnerschaften = Grundlage für Geschäfte.
v emotionale Entscheidungen; Stolz und Ehrgefühl.
v Erfolgsfaktor: Herausragende Präsentation Ihres Vorhabens – Herausstellen der Vorteile für beide Seiten – keine komplizierten Berichte, mehr visuelle Darstellung und verbale Kommunikation.
"Muss die Bundesrepublik Deutschland sich wirklich vor der doppelten Staatsangehörigkeit fürchten ?"
Eine Vortrags- und Podiumsveranstaltung vom 11.07.2013, initiiert und geleitet von Rechtsanwalt Emre Hizli auch in seiner damaligen Funktion als Vorsitzender des Unternehmerverbandes TIAD. Mit dabei war die damalige Bundesjustizministerin, Frau Leutheusser-Schnarrenberger.
Hier ein Auszug aus dem Vortrag des Herrn Hizli:
"...Das Deutsch-Türkische Juristennetzwerk in der Europäischen Metropolregion Nürnberg – ein Netzwerk des Unternehmerverbandes TIAD lädt heute in Kooperation mit dem Bildungscampus der Stadt Nürnberg ein zur Veranstaltung mit namhaften Persönlichkeiten zur Diskussion des Themas: „Muss die starke Bundesrepublik Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft wirklich fürchten?“ (...) Meine sehr geehrten Damen und Herren, TIAD greift Forderungen nach der Möglichkeit einer Mehrstaatigkeit vor allem für die türkischen Mitbürger auf. In diese Richtung zielen auch die aktuellen Forderungen der Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger nach einer Reform des Staatsangehörigkeitsrechts. Wir werden rege über das generelle Thema Mehrstaatigkeit reden, uns über das Verhältnis Staatsangehörigkeit und Integraion unterhalten und schließlich auch das Thema Optionsmodell ansprechen. Letzteres Thema ist brandaktuell, weshalb unsere Veranstaltung, die ich vor etwa 5-6 Monaten geplant habe, gerade zur rechten Zeit kommt.
Im Rahmen der Veranstaltung soll eine sachliche Diskussion über die mit der doppelten Staatsbürgerschaft immer wieder auftauchenden Fragestellungen, damit einhergehend über die sich nun aktuell ergebende Problematik beim sogenannten Optionsmodell (§ 4 StAG) erfolgen. Die Themen sind zu wichtig und bedeutend, um damit zu polarisieren. Die Diskussionen über die Doppelstaatlichkeit nimmt leider immer wieder Formen an, die eine sachliche Auseinandersetzung erschweren. Deshalb bringt TIAD führende Persönlichkeiten, die die verschiedenen Ansichten repräsentieren, zusammen, lädt mithin zur Diskussion ein, um damit auch vordergründig zur notwendigen, auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge immer wieder geforderten Aufklärung gerade der türkischen Bevölkerung beim Optionsmodell beizutragen. Frau Bundesministerin wird Ihnen im Rahmen ihres Vortrags im Anschluss an das Grußwort der Frau Generalkonsulin das Optionsmodell kurz erläutern.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich kurz folgende Botschaft in meiner Funktion als Vorsitzender des Unternehmerverbandes TIAD verkünden (später werde ich die Veranstaltung mehr als Jurist moderieren): TIAD plädiert dafür, die doppelte Staatsbürgerschaft gerade auch als Bereicherung und nicht als Belastung zu sehen. Wir sind der Überzeugung, dass kulturell vielfältige Gesellschaften in vielerlei Hinsichten erfolgreich sein können. Dabei muss Ziel einer nachhaltigen Integrationspolitik sein, den Menschen mit Migrationshintergrund bzw. den Zuwanderern und ihren Familien attraktive Lebensbedingungen, ja Teilhabechancen zu bieten. Willkommenskultur ist zuvörderst der tolerante Umgang mit Vielfalt. Wir meinen, dass dies gerade auch für den wirtschaftlichen und gesellschafts-politischen Bereich gilt. Unternehmer etwa, die sowohl in Deutschland als auch in der Türkei zu Hause sind, in beiden Ländern auch investieren, haben mit der jeweiligen Staatsangehörigkeit der beiden Länder die Möglichkeit, sich auch in beiden Ländern voll und ganz zum Vorteile der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft einzubringen. Sie können mit Ihren gemischten Identitäten, mit Ihrer doppelten Staatsbürgerschaft und der damit einhergehenden vollen Anerkennung in beiden Ländern Brücken schlagende Vernetzungen herbeiführen, zum weiteren Erfolg der deutsch-türkischen (Handels-)Beziehungen wertvoll beitragen. Eine rein juristische, politische Betrachtung dient nicht der Sache. Der Staatsbürger eines Staates kann sich in den verschiedensten Bereichen für die Gesamtgesellschaft einbringen, und nicht allein durch sein Wahlrecht ! Die geführte Debatte im Themenbereich scheint sich mehr im rechtlichen und politischen Bereich abzuspielen. Kaum finden sich Aspekte der so wichtigen wirtschaftlichen Integration, die wir als Unternehmerverband in die Diskussion mit einbringen wollen, nicht nur vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland und der hier herrschenden Fachkräfteproblematik. Mehrstaatigkeit als Chance für mehr Wohlstand, Toleranz und Frieden auf dieser Welt !
Wir, die Verantwortlichen von TIAD, sind überzeugt, dass mit Veranstaltungen wie der heutigen vor allem Brücken schlagende, interethnische Netzwerkarbeit geleistet wird, die wir für die deutsch-türkischen Beziehungen in der Region als sehr wertvoll erachten. Uns Türkischstämmigen, so meine Überzeugung, fehlte in den letzten 50 Jahren vor allem die eben beschriebene Vernetzung. Eine (vielleicht auch starke) homogene, eher familienzentrierte Vernetzung hat es sicherlich gegeben, das hat aber im Wesentlichen dazu beigetragen, dass wir uns heute immer noch fragen lassen müssen, ob wir, die Türkischstämmigen, integrationsbereit wären. Den Mitgliedern homogen vernetzter Vereine fehlen zu oft die Vorbilder, die Erfolgsbeispiele und die Aktivitäten, die so wichtig sind für ein gelebtes Miteinander ! Das sagen wir nicht, um uns von anderen Vereinen abzuheben. Vielmehr plädieren wir dafür, sich für andere Netzwerkformen, interethnische Aktivitäten zu öffnen und in diese Richtung zu agieren, ja zu leben ! TIAD zeigt, dass es auch anders geht. Den deutschen Freunden sei geraten, auf die Verbände und Vereine der türkischen Community zuzugehen und aktiv für eine Brücken schlagende und interethnische Vernetzung zu plädieren, da hierdurch vor allem die so oft gescholtene, türkische Community profitieren wird ! Suchen Sie den Kontakt mit Freundschaftspotential, wie ich zuletzt im Rahmen der Nürnberger Tage für Integration beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hören durfte ! Die Betonung liegt also auf Freundschaftspotential ! "
Weiter ein Auszug aus dem Konzept, das Rechtsanwalt Emre Hizli für die Veranstaltung erstellt hat:
"...Im Rahmen der Veranstaltung soll eine sachliche Diskussion über die mit der doppelten Staatsbürgerschaft immer wieder auftauchenden Fragestellungen, damit einhergehend über die sich nun aktuell ergebende Problematik beim sogenannten Optionsmodell (§ 4 StAG) erfolgen. Die Themen sind zu wichtig und bedeutend, um damit zu polarisieren. Die Diskussionen über die Doppelstaatlichkeit hat leider Formen angenommen, die eine sachliche Auseinandersetzung erschweren. Deshalb bringt TIAD führende Persönlichkeiten, die die verschiedenen Ansichten repräsentieren, zusammenbringen, lädt mithin zur Diskussion ein, um damit auch vordergründig zur notwendigen, auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge immer wieder geforderten Aufklärung gerade der türkischen Bevölkerung beim Optionsmodell beizutragen. Das Thema geht weit über eine politische Diskussion hinaus und beinhaltet vielschichtige juristische Fragen sowie Umsetzungsprobleme hinsichtlich des Optionsmodells in allen Verwaltungsebenen.
Grundlagen:
Mit Blick auf die Zukunft der Integrationspolitik wird immer wieder die Frage der doppelten Staatsbürgerschaft aufgeworfen. Dabei gehen die Meinungen so auseinander, dass die Diskussion auch über das sogenannte Optionsmodell immer aktuell bleibt.
Auf der einen Seite wird das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht dahingehend kritisiert, dass es mit der Wirklichkeit nicht mehr übereinstimme, weil die BRD eine unumkehrbare Zuwanderung erfahren habe. Aufgrund ihrer langen Aufenthaltsdauer seien die Zuwanderer tatsächlich längst Bürgerinnen und Bürger der BRD geworden.
Die angestrebte staatsangehörigkeitsrechtliche Integration der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger könne nur erreicht werden, wenn der doppelten Identität der eingewanderten ausländischen Wohnbevölkerung Rechnung getragen werde. Dabei solle die Hinnahme der doppelten Staatsbürgerschaft in Kauf genommen werden, so eine der Hauptpositionen.
Auf der anderen Seite soll zwar Einbürgerung erleichtert, am Grundsatz der Vermeidung von Mehrstaatigkeit aber festgehalten werden. Wer sich einbürgern lassen wolle, müsse sich für die BRD entscheiden. Durch eine doppelte Staatsbürgerschaft würde die Integration ausländischer Mitbürger nicht gefördert, sondern lediglich erschwert. Die Menschen, die neben der deutschen eine weitere Staatsangehörigkeit hätten, könnten keine loyalen Staatsbürger sein, so die Gegenmeinung.
Im Rahmen dieser allseits bekannten Debatte wurde das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht als überarbeitungsbedürftig gesehen und teilweise reformiert. Insbesondere wurde durch die Einführung des Optionsmodells die Rechtsstellung der im Bundesgebiet geborenen ausländischen Kinder zum 01.01.2000 geändert. Ausgangspunkt des Gesetzesentwurfes war die Tatsache, dass in Deutschland jährlich etwa 100.000 Kinder ausländischer Eltern geboren werden, die aufgrund des gestellten Staatsangehörigkeitsrechts den Bestimmungen des Ausländerrechts unterliegen.
Aus unterschiedlichsten Quellen fassen wir die Thematik wie folgt zusammen:
Nun ist es im Jahr 2013 so weit, dass die ersten Fälle nach der Gesetzesänderung zu Tage treten. In diesem Jahr läuft für junge Erwachsene mit doppelter Staatsbürgerschaft die Entscheidungsfrist ab. Sie müssen sich entscheiden, welche der beiden Staatsangehörigkeiten sie behalten wollen. Liegt den deutschen Behörden bis zum 23. Geburtstag keine Entscheidung vor, so verlieren sie automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Der Wortlaut ist eindeutig. Es werden für dieses Jahr eintausend Fälle von unfreiwilligen Verlusten der deutschen Staatsbürgerschaft erwartet. Betroffen sind u. a. diejenigen, die gerne die deutsche Staatsangehörigkeit behalten möchten, sich aber zu spät um die Entlastung aus der anderen Staatsbürgerschaft bemüht haben, oder solche, die sich zu spät um die Beibehaltung ihrer anderen Staatsbürgerschaft bemühen. Und dies bereits im ersten Jahr bei der diesjährigen Fallzahl von ca. 3.500. Ab dem Jahr 2018 liegt die Fallzahl der Optionsfälle bei ca. 41.500. Neben dem Informationsdefizit der Betroffenen stellt die Bearbeitung der Optionsfälle eine große Herausforderung für alle Betroffenen dar. Viele Optionspflichtige weisen erhebliche Wissenslücken zum Optionsverfahren und ihren Mitwirkungspflichten auf. Auf die Verwaltung kommen zudem zusätzliche Belastungen und große Umsetzungsprobleme.
Die Optionsregelung wird seit Jahren kritisiert. Sie führe zu einem hohen Verwaltungs- und Beratungsaufwand sowie zu Rechtsstreitigkeiten. Sie entspreche im Übrigen nicht den Anforderungen eines modernen Einwanderungslandes. In einer globalisierten Welt, in der die Mobilität über Ländergrenzen hinweg zunimmt, entspreche die Vorstellung, Mehrstaatigkeit sei nur ein Sonderfall, nicht der Realität. Es zeige sich weltweit die Tendenz, dass Mehrstaatigkeit zunehmend akzeptiert werde. In Verfahren zur Optionspflicht zeige sich auch, dass dadurch integrationspolitisch unerwünschte Härten für die Betroffenen entstünden. Schließlich sei das integrationspolitische Signal fatal. Das verunsichere nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Familien sowie Freunde und berge die Gefahr, die Integrationspolitik insgesamt unglaubwürdig zu machen.
Bürger eines Staates ist jedenfalls derjenige, der sowohl volle Rechte genießt als auch alle staatsbürgerlichen Pflichten ausübt. Dies wäre auch bei einer doppelten Staatsbürgerschaft gewährleistet. Vor diesem Hintergrund fragen wir uns:
Muss die starke Bundesrepublik Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft wirklich fürchten?
Im Rahmen der angekündigten Veranstaltung erfolgt nach kurzen Grußworten ein Impulsvortrag der Bundesjustizministerin (1.Teil), um danach in eine Podiumsdiskussion in Form einer lebhaften Diskussionsrunde unter Einbeziehung des Publikums überzuleiten (2.Teil). Es wird vor allem die türkische Presse und zahlreiche Multiplikatoren aus der türkischen Community erwartet, die entsprechend Bericht erstatten bzw. die Informationen in ihre Verbände, Vereine und sonstige Einrichtungen übermitteln werden. ... "
Diversity Management erfolgreich gestalten – Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund für den Arbeitsmarkt und für die Bundesagentur für Arbeit erschließen
Fachforum der Führungsakademie in Lauf am 26.3./27.3.2012
Mit dabei: Rechtsanwalt Emre Hizli, auch in seiner damaligen Funktion als Vorsitzender des Unternehmerverbandes TIAD
Quelle - Bundesagentur für Arbeit / Fachforum der Führungsakademie:
Die Bundesagentur für Arbeit hat am 26./27.3.2012 in ihrer Führungsakademie in Lauf ein Fachforum zum Thema „Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund erschließen“ veranstaltet. Eingeladen waren Führungskräfte aus Regionaldirektionen, Agenturen für Arbeit und Jobcentern, die alle einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund bei ihren Kundinnen und Kunden haben. Dabei ging es einmal darum, das Diversity-Konzept der BA selbst in der Praxis voranzubringen und auch Impulse zu setzen, mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund für die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter zu rekrutieren. Der weitere Fokus richtete sich auf die Frage, wie kann es gelingen insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen die Einstellungsbereitschaft für Migrantinnen und Migranten zu erhöhen, insbesondere wenn es um Ausbildungs- und Arbeitsplätze geht. Dabei werden für unsere Wirtschaft Betriebe, die von Migranten selbst geleitet werden immer wichtiger. Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer erläuterte in ihrem Grundsatzreferat die Ziele des Nationalen Aktionsplans Integration, der im Rahmen des 5. Integrationsgipfels vorgestellt worden ist. Frau Bruchmann, geschäftsführende Gesellschafterin der Fürst-Gruppe und Vizepräsidentin der IHK Mittelfranken, diskutierte gemeinsam mit Emre Hizli, dem Rechtsanwalt und Vorstandsvorsitzenden des deutsch-türkischen Unternehmerverbandes TIAD, Dr. Markus Schmitz und Michael Kühn, beide Geschäftsführer in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit und Herrn Dr. Edinger vom Integrationsministerium des Landes Rheinland-Pfalz, welche Möglichkeiten und Lösungsansätze es gibt, die Ausbildungs- und Beschäftigungssituation für Migranten zu verbessern. Im Rahmen eines Kaminabends stellte Dirk von Vopelius, Präsident der Handwerkskammer Mittelfranken innovative Projekt wie den Wirtschaftskenner international vor. Ralf Holtzwart. Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern und Ehrenmitglied von TIAD berichtete gemeinsame mit Kolleginnen anderer Regionaldirektionen über aktuelle Entwicklungen aus ihren Bezirken.
Muslime und Arbeitsmarkt - Vielfalt fördern, Potentiale besser nutzen
Fachtagung der Deutschen Islam Konferenz am 18.04.2012 : Mit dabei Rechtsanwalt Emre Hizli.
Rechtsanwalt Emre Hizli nahm am 18.04.2012 als Referent und Teilnehmer einer Podiumsdiskussion an der Fachtagung der Deutschen Islam Konferenz unter dem Titel „Muslime und Arbeitsmark“ teil. Er vertrat dabei auch den Unternehmerverband TIAD, dessen Vorsitzender er damals war. Die Einladung erfolgte durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Rechtsanwalt Hizli erklärte sich gerne bereit, auf der besagten Fachtagung mehr unter Einbeziehung der unternehmerischen und rechtlichen Sicht zu dem Thema, das unter dem Oberbegriff „Diversity Management“ (Vielfaltsmanagement, Diversitätsmanagement) abzuhandeln ist, vorzutragen. Die Tagung hob die Vereinbarkeit von islamischer Religionszugehörigkeit und Arbeitsleben hervor, sollte Stereotypen neutralisieren, aber hauptsächlich auf das Potential verweisen, welches in einer interkulturellen Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft liegt.
Die Perspektiven des TIAD wurden seitens des BAMF als besonders wichtig eingestuft: „Die mittelständische Unternehmerschaft des TIAD verbindet Zuverlässigkeit, Innovationsfähigkeit und kurze Wege zwischen Geschäftsleitung und Angestellten mit internationalen, interkulturellem Wissen und - mit dem Bezug zur Türkei - tiefe Kenntnisse von einem Land mit überwiegend muslimischer Bevölkerung. Ihre Erfahrungen und Einschätzungen sind für das Gelingen der Tagung von großer Bedeutung“ , so das BAMF in seiner Mitteilung an TIAD im Vorfeld der Veranstaltung. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, aber auch um praktische Erfahrungen darzustellen, initiierte Hizli für den Vortrag eigens eine Fragebogenaktion, die er an zahlreiche Unternehmer in der Metropolregion Nürnberg adressierte mit der Bitte, den Fragebogen auszufüllen und zurückzusenden. Zahlreiche Unternehmer antworteten auf die Fragen und gaben so eine Grundlage für die, wenn auch nicht repräsentative, aber doch das Stimmungsbild vieler Unternehmer zeigende Auswertung, die Hizli vorgenommen und im Rahmen seines Vortrags auf der Fachtagung in seine Überlegungen mit einbezogen hat. Die Auswertung führte im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen:
a) Plädoyer für eine Unternehmenskultur, die die Chancen der Vielfalt erkennt und Ausdruck der Grundwerte der Menschenwürde, des respektvollen Umgangs miteinander ist.
b) Durchweg wurde der Glaube bekundet, dass Vielfalt zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt. Viele Unternehmer betreiben bereits Diversity Management oder haben es zumindest vor. Soweit praktizierende Muslime vorhanden sind, wollen diese überwiegend auch ihre religiösen Bedürfnisse berücksichtigt wissen.
c) Im Wesentlichen wollen die praktizierenden Muslime frei an islamischen Feiertagen, keinen Kontakt mit im Koran verbotenen Lebensmitteln, Kantinenessen ohne Schweinfleisch und Alkohol. Weniger bestehen sie auf die Bereitstellung von Gebetsräumen, selbst eine Arbeitszeitverkürzung im Ramadan wollen sie zumeist nicht, auch keinen Sonderurlaub für die Pilgerfahrt, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Eine Religion nicht praktizierende Unternehmer geben an Feiertagen eher nicht frei; praktizierende Unternehmer schon. Soweit eine Kantine vorhanden ist, werden meistens die Belange von Muslimen berücksichtigt: Kein Kontakt mit Schweinfleisch / Alkohol wird überwiegend gewährleistet, bis auf einige Gastronomen, die auch Alkohol ausschenken / Schweinefleisch anbieten. Die meisten Unternehmer können / wollen keinen separaten Gebetsraum zur Verfügung stellen; eine Arbeitszeitverkürzung im Ramadan kommt größtenteils nicht in Betracht, auch kein Sonderurlaub für die Pilgerfahrt.
e) Deutsch-Türkische Zweisprachigkeit ist für die meisten Befragten eine Qualifikation. Die meisten können sich auch vorstellen, dass eine Frau mit Kopftuch Karriere im Unternehmen machen kann. In nur ganz seltenen Fällen hat es Konflikte in Betrieben gegeben, die auf islamische Religionszugehörigkeit zurückzuführen waren.
FAZIT: Die Fragebogenaktion spiegelt lediglich vereinzelte Mitglieder und Freunde des Unternehmerverbandes TIAD wieder. Die Berücksichtigung der religiösen Belange der Mitarbeiter macht auf jeden Fall Sinn; die Umsetzung im Einzelfall sollte einvernehmlich und offen mit der/dem Arbeitgeber/in erörtert und ausgehandelt werden. Die Wertschätzung durch Arbeitgeber gibt den Arbeitnehmern Selbstwertgefühl und Motivation, sich bestmöglich im Rahmen der Arbeitsabläufe einzubringen. Toleranz und Respekt schafft besseres Arbeitsklima, wenn Diversity Management ganzheitlich, auf die gesamte Belegschaft bezogen, betrieben wird.
Ansicht des Rechtsanwalts Hizli: Beidseitige Rücksichtnahme durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer wäre die optimale Situation (betriebliche Belange versus religiöse Belange). Natürlich ergeben sich Probleme bei Kleinstbetrieben und Betrieben des Mittelstandes: wirtschaftlicher Erfolg und eine etwaige christliche Prägung des Betriebes kann und darf insoweit aus Sicht der/des Arbeitnehmer/in nicht völlig ausgeblendet werden (losgelöst von rechtlichen Rahmenbedingungen – Durchsetzung der Rechte nicht um jeden Preis). Die Anerkennung der Vielfalt, Wertschätzung der Potentiale anders Denkender, Fühlender und Handelnder ist eine Frage der Haltung, denn sie betrifft Grundwerte der Menschenwürde, zunächst losgelöst vom Erfolg eines wirtschaftlichen Unternehmens. Vielfalt integriert und lässt teilhaben ! Gemeinsames Handeln für gemeinsame Ziele, so der Vorsitzende in seinem Plädoyer für Diversity Management.
Weitere Informationen unter www.deutsche-islam-konferenz.de .
ABC des Dialogs - Integrationsdialog
Am 19.10.2010 empfing der Unternehmerverband TIAD ( www.tiad.de ), den Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen CEM ÖZDEMIR anlässlich der Veranstaltung mit dem Titel „Integration ja, aber …“. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und sonstigen Bereichen teil.
Hier ein Auszug aus der Rede des Rechtsanwalts EMRE HIZLI, der damals Vorsitzender des TIAD war und die Veranstaltung organisiert und geleitet hatte:
„ … Die Integration beschäftigt in diesen Tagen ganz Deutschland, so meint man. Offensichtlich sind Politiker der Meinung, dass Herr Sarrazin mit seinem Buch breite Schichten der Bevölkerung in Deutschland erreicht habe, weshalb man hier und da für jeden erkennbar sehr stark bemüht ist, die eigenen Positionen in den Vordergrund zu rücken. Ein populistischer Wettlauf ist zudem eröffnet. Es scheint, als einige Politiker dabei ganz offenbar sehr gerne auf dieser Welle schwimmen und mit ihren Thesen, die auf die in Kauf genommene Stigmatisierung der türkischen und arabischen Bevölkerungsgruppen gerichtet sind, sich und ihre Partei in den Vordergrund zu rücken versuchen. Dabei wäre gerade jetzt eine sachlich vernünftige, friedliche Integrationspolitik so wichtig.
Wir lassen uns aber durch undifferenzierte, unsachliche Äußerungen nicht entmutigen und stehen aktiv für effektive Beiträge zur Förderung der deutsch-türkischen Beziehung, in vielerlei Hinsicht. Wir lassen uns von dem Vorhaben nicht abbringen, einen wirklichen Dialog zu führen, durch Zusammenarbeit mit wichtigen Organisationen und Einrichtungen in der Metropolregion Nürnberg und durch gemeinnützige Tätigkeit mehr im lokalen Bereich Akzente zu setzen.
Daher unser heutiges Thema: Integration ja, aber nur mit einem wirklichen Dialog. Was meine ich damit ?
Nun ist es ja so, dass die Integrationsdebatte in vollem Gange ist, Probleme und Lösungsansätze werden diskutiert, ein jeder hat die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten oder passiv daran teilzunehmen. Wir wollen heute nicht das Rad neu erfinden und unsere Überlegungen zur Integration im Detail darstellen. Uns geht es heute lediglich um einen Aspekt in der Integrationsfrage: um den Dialog, im weitesten Sinne um die politische Kultur, die Art und Weise der politischen Kommunikation. Uns erscheint es als besonders wichtig, gerade aktuell auf das ABC des Dialogs hinzuweisen. Wir orientieren uns als Quelle für folgende Darstellung an den Inhalten des Werks "Das Geheimnis des Dialogs" (CD-Ausgabe) von Martina Hartkemeiyer und übertragen deren wertvolle Gedanken auf unser Thema:
Wir empfehlen eine neue Begrifflichkeit: Nicht Integrationsdebatte, sondern Integrationsdialog.
In einer Debatte werden Standpunkte vertreten, verteidigt, ggf. um jeden Preis und mit gesammelter Munition. Die Haltung kennzeichnet die Debatte: dem Betreffenden geht es darum, Wissen und eigene Person darzustellen, Antworten zu geben, es geht um Gewinnen oder Verlieren, um ein Machtgefälle, um Beweisführung und dergleichen. Der Ausgang einer Debatte kann positiv sein, aber auch negativ. Einigen geht es um Populismus und Wählerstimmen, sie debattieren. Hier passt die lateinische Wortbedeutung „niederschlagen“.
In einer Kultur des wirklichen Dialogs geht es aber darum, einen neuen Sinn zu entwickeln, jedenfalls als Vision. Das sollte aus unserer Sicht auch die Grundlage für die deutsche Integrationspolitik sein. Die Vertreter unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Herkunft müssen einen wirklichen Dialog führen mit der Zielsetzung einer gelungenen Integration, einer neuen Sinngebung für das gemeinsame Zusammenleben, zumal Multi-Kulti teilweise für tot erklärt wird, ohne sich Gedanken über die Wortbedeutung und Funktion des Multi-Kulti-Begriffes zu machen.
Bei einem wirklichen Dialog, den leider nur wenige praktizieren, geht es um eine Haltung, bei der die Teilnehmenden den anderen in seinem Dasein und aber auch Sosein akzeptieren und sich diesem mit der Absicht zuwenden, dass eine lebendige Gegenseitigkeit entsteht. In dieser Gegenseitigkeit können neue Erkenntnisse und Einsichten gewonnen werden, für die die Teilnehmenden immer offen sein sollten. Nochmals: Es geht um die Haltung. Die Betreffenden sollten sich begegnen mit Neugier, mit lernendem Interesse. Dabei spielt die Qualität des Sprechens natürlich eine gewichtige Rolle, weshalb deutsche Sprachkenntnisse im Übrigen unverzichtbar sind. Die in Dialog stehenden Menschen sind in Wahrheit zueinander zugewandt, äußern sich rückhaltlos und verzichten auf Elemente des Scheins, um so eine gemeinschaftliche Fruchtbarkeit entstehen zu lassen. Der Aspekt des Zuhörens kommt hier als wesentlicher Gesichtspunkt hinzu. Indem man tatsächlich zuhört, erkennt man die eigenen Widersprüche in seinem Denken. Wirklich zuhören können nur die Wenigsten. Über das Zuhören ist es aber erst möglich, dass man sich in die Situation des Anderen hineinversetzt. Hierbei können Gedanken entstehen, von denen man nie gedacht hätte, dass sie in einem stecken. So findet wiederum Annäherung statt, was in der Integrationsfrage eminent wichtig zu sein scheint. Ein wirklicher Dialog verlangt außerdem uneingeschränkten Respekt. Andere Personen müssen – ohne wenn und aber – in ihrer Andersartigkeit und ihrem Wesen als gleichberechtigt anerkannt werden. Auch das verlangt sehr großes Einfühlungsvermögen. Der wirkliche Dialog hat zum Ziel, Auslegungen, Schlussfolgerungen und Urteile zunächst mal beiseite zu legen. Erst nach einer ausführlichen Differenzierung der Daten und deren Bewertung natürlich auch unter Berücksichtigung individueller Sichtweisen sind Schlussfolgerungen und dann die vielleicht notwendigen Handlungen festzulegen.
Lasst uns aufeinander zugehen, unsere Weltanschauungen, Wertvorstellungen, Auffassungen und Einstellungen genau analysieren, um dann Gemeinsamkeiten oder neue Erkenntnisse herauszuarbeiten. Lasst uns eine gemeinsame Leitkultur entdecken, es gibt viele Schnittmengen !! Der Weg des wirklichen Dialogs ist der Weg der Annäherung und Problemlösung !
Wir legen allen, die sich zum Thema Integration äußern, das ABC des Dialogs ans Herz. Gerade auch der Aspekt der Differenzierung wird größtenteils nicht ernst genommen, so etwa in der Frage, ob es um Umstände der Kultur, der Religion, der Herkunft oder aber schlicht um soziale Gegebenheiten geht, die nichts mit den vorgenannten Umständen zu tun haben. Hier geborene Menschen, Eingebürgerte, Migranten, Flüchtlinge, Kultur, Religion und Herkunft, alles wird in einen Topf geschmissen ! Das kann nicht angehen.
In unserem Verein sind mehrere Rechtsanwälte vertreten, da kommt uns in diesem Zusammenhang auch der Aspekt der Mediation in den Sinn. Die Mediation bemüht sich um eine friedliche und produktive Form des Umgangs, sie eröffnet einen interessengerechten und zukunftsweisenden Ausgleich von Konflikten, sie fördert den selbstverantwortlichen Bürger, der auf seine eigene Kraft zur Lösung von Konflikten vertraut, statt auf obrigkeitliche Entscheidungen, um wenige Punkte zu nennen. Hier lassen sich Aspekte der Mediation auf die Integrationspolitik übertragen. Gefragt sind Multiplikatoren, Verantwortliche in Vereinen und Unternehmen, in öffentlichen und sonstigen Einrichtungen und Verbänden, die sich auch der Verantwortung für die Gesellschaft bewusst werden und sich ganz im Sinne der Integration engagieren, mithin im Dialog vermitteln. Die deutsche Politik, die deutsche Gesellschaft muss sich verstärkt um solche Mediatoren bemühen. Die Deutsche Islamkonferenz scheint auf den ersten Blick eine sehr gute Einrichtung, doch gelegentlich hat man den Eindruck, dass dort auch nur debattiert wird.
Wir, die Verantwortlichen des TIAD, stellen uns jener Verantwortung und sehen uns als Mediatoren in Fragen der Integration, der deutsch-türkischen Beziehung, jedenfalls in Mittelfranken, in der Metropolregion Nürnberg….“
Rechtsanwalt Emre Hizli nahm vom 17.09.2011 bis 28.09.2011 auch in seiner damaligen Funktion als Vorsitzender des deutsch-türkischen Unternehmerverbandes in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, kurz TIAD (vgl. www.tiad.de ), an dem sog. 13. Programm der TOBB für türkischsprachige Unternehmer teil. TOBB steht für die „Union der Türkischen Kammern für Handel, Industrie, Seehandel und Warenbörsen“. In dieser Union sind vor allem sämtliche Industrie- und Handelskammern der Türkei vereint. Nähere Informationen unter http://www.tobb.org.tr .
Bildhinweis: Präsident der TOBB, RIFAT N. HISARCIKLIOGLU mit Rechtsanwalt Emre Hizli anlässlich einer Urkundsübergabe.
Die sehr hochwertige Veranstaltung vermittelte einen großen Einblick in die türkische Wirtschaft und deren Hauptakteure, zu denen selbstverständlich die TOBB gehört. Die TOBB empfing die Teilnehmer des Programms auf Vorstands- und Vorsitzendenebene, was die Bedeutung der Veranstaltung im Besonderen unterstrich. Denn es nahmen über 40 türkischsprachige Vertreter aus über 20 Ländern teil, 4 davon aus Deutschland. Die Auswahl der Vertreter erfolgte, wie auch bei den Programmen zuvor, im Wesentlichen über die Botschaften / Auslandsvertretungen der Türkei.
Im Rahmen des 13. Programms fiel die Wahl neben weiteren 3 Vertretern aus Deutschland auf Emre Hizli. Das 13. Programm dauerte 11 Tage und enthielt eine Reise von Istanbul über Ankara und Kayseri nach Nevsehir und wieder zurück nach Instanbul. Dabei konnten mehrere Ministerien, darunter vor allem das Wirtschaftsministerium, mehrere Industrie- und Handelsakammern, mehrere Vertretungen großer Industriegebiete, mehrere international agierende Institutionen (etwa die sog. DEIK, das ist eine Kammer für wirtschaftliche Beziehungen mit dem Ausland), zahlreiche Firmen und nicht zuletzt der Hauptsitz der TOBB besucht werden. Es bestand Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen obersten Vorstands- und Ministerbenen. Auch wurde die von der TOBB eigens gegründete, inzwischen sehr angesehene TOBB-Universität in Ankara besucht. Dort nahmen die Teilnehmer des Programms an mehreren Vorlesungen, etwa zur Gründung von Unternehmen und Investitionen in der Türkei, teil.
Rechtsanwalt Emre Hizli hat im Wesentlichen die Interessen unserer Region im weitesten Sinne wahrgenommen. Die IHK für Mittelfranken etwa hat ihn mit einem Arbeitspapier in türkischer Sprache ausgestattet, das einen besonderen Einblick in die wirtschaftlichen Gegebenheiten in unserer Region verschaffte. Hizli hat das Arbeitspapier den wichtigen Stellen jeweils überlassen und nochmals auf die Besonderheiten und Marken unserer Region hingewiesen. Hierbei hat er auch zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Investition in Deutschland, in der Metropolregion Nürnberg Stellung genommen.
Im Rahmen des Programms gab es für die Teilnehmer vordergründig Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit Firmenvertretern und zum Abschluss von Einzelgeschäften. Hizli ging es aber im Wesentlichen um die Vermittlung von Kontakten in unsere Region, hier im Besonderen zur Industrie- und Handelskammer und zur Handwerkskammer, ihm ging es weiter um die Darstellung des deutschen Unternehmensrechts.
Aufgrund der nach wie vor bestehenden besonderen Verbindungen des Rechtsanwalts Hizli werden Projekte vorab auf Wunsch der Mandanten auch mit der TOBB besprochen, um über diesen Weg den Einstieg in den Handelsmarkt Türkei bestmöglich zu gewährleisten. Hier können über die TOBB in alle Ecken der Türkei Verbindungen aufgenommen und unter Einbeziehung der für die Bearbeitung der Mandate notwendigen Stellen juristische Dienste unsererseits angeboten werden.
Wir engagieren uns sozial / gesellschaftlich im Rahmen der deutsch-türkischen Beziehungen.
Das Engagement schöpfen wir aus unserer Unternehmenskultur mit einem definitierten Dialogverständnis und zahlreichen Mandaten, bei denen es um die Integration im weitesten Sinne geht (Themen wie Staatsangehörigkeit, Anti-Diskriminierung, Chancengleichheit, Teilhabe etc.), aber auch um Potentiale etwa im Bereich der deutsch-türkischen Wirtschaft (Themen wie ethnische Ökonomie, Bildung, Fachkräftesicherung etc.). Unser Schwerpunkt des sozialen / gesellschaftlichen Engagements sind die Potentiale junger Menschen türkischer Herkunft, die in zahlreichen Studien leider zu oft schlecht abschneiden, vor allem im Bereich der Bildung.
Hier hat sich Rechtsanwalt Emre Hizli zuletzt ehrenamtlich als Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Unternehmerverbandes in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, kurz TIAD (Informationen unter www.tiad.de ), in den Jahren 2010 bis Mai 2015 intensiv und nachhaltig eingebracht. Er ist nach wie vor projektbezogen aktiv und kämpft für ein gelingendes, gelebtes Miteiander in der deutsch-türkischen Gesellschaft. Er folgt der Überzeugung: „Im Grunde sind es die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“ , Wilhelm von Humboldt.
Im Rahmen seines Engagements hat Rechtsanwalt Emre Hizli u.a. folgende Projekte initiiert, konzipiert und auch im Wesentlichen organisiert, mithin umgesetzt (Stand Mai 2015):
Im wirtschaftlichen Bereich verweisen wir auch auf unsere Darstellungen unter „Deutsch-Türkische Wirtschaft“ / ausgewählte Themen.
Im Bereich des Unternehmensrechts sind wir umfassender Ansprechpartner für unsere Mandanten. Wir beraten unsere Mandanten sowohl in Fragen der Unternehmensgründung, bei der Umstrukturierung bestehender Unternehmen oder der Optimierung von Unternehmensstrukturen. Wir begleiten Ihre unternehmerische Tätigkeit gegebenenfalls umfassend den Anforderungen der jeweiligen Branche entsprechend. Immer werden selbstverständlich die steuerlichen Folgen berücksichtigt und möglichst günstige Gestaltungen gewählt.
Insbesondere sind wir im Bereich des Unternehmensrechts auf folgenden Gebieten tätig:
Copyright © Rechtsanwalt EMRE HIZLI
Anwaltskanzlei EMRE HIZLI & KOLLEGEN, Königstorgraben 7, 90402 Nürnberg
Telefon: 0911 - 27 43 2 - 0, Telefax: 0911 - 27 43 2 - 10, info@ra-hizli.de
