Ausgewählte Themen

Ausgewählte Themen (7)

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Gründung einer Firma durch ausländische natürliche und juristische Personen in der Türkei

(Stand 2014)

Mit Inkrafttreten des Gesetzes Nr. 4875 vom 16.6.2003 betreffend ausländische Direktkapitalinvestitionen benötigen ausländische natürliche oder juristische Personen nicht mehr eine Genehmigung des Wirtschaftsministeriums, Generaldirektorat für Förderungen und ausländisches Kapital, auch muss nicht mehr ein Mindestbetrag von 50.000,- $ pro ausländischen Gesellschafter in die Türkei eingebracht werden. Ausländische natürliche und juristische Personen sind somit den inländischen türkischen Personen gleichgestellt, sofern in internationalen Abkommen und den besonderen gesetzlichen Bestimmungen nicht anderes vorgesehen ist, Art. 3 a Gesetz Nr. 4875.

Bis Inkrafttreten des Gesetzes Nr. 4875 konnten ausländische Personen nur eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft bzw. eine Niederlassung gründen, nun stehen alle Gesellschaftsformen zur Verfügung, allerdings sind die GmbH und die Aktiengesellschaft die üblichsten Gesellschaftsformen.

Mit Inkrafttreten des neuen Handelsgesetzes Nr. 6102 zum 01.07.2012 können nun auch eine Einmann-GmbH und eine Einmann-AG gegründet werden.

Die Gründung einer GmbH oder Aktiengesellschaft benötigt folgende Schritte:

  1. Erstellung einer Firmensatzung und ihre notarielle Beglaubigung
  2. Notarielle Unterschriftsbeglaubigungen
  3. Bankbeleg, aus dem hervorgeht, dass das Stammkapital einbezahlt wurde
  4. Vom ausländischen Gesellschafter

Von der ausländischen juristischen Person:                                                                 

  • Handelsregisterauszug versehen mit Apostille des Landgerichts nach dem Haager Abkommen                                                                         
  • Türkische Steuernummer
  • Beschluss des GmbH Gesellschafters (juristische Person), durch wen sie sich als Geschäftsführer bei der Gesellschaft vertreten lässt, notariell beglaubigt und versehen mit Apostille des Landgerichts

Von der ausländischen natürlichen Person und den Geschäftsführern, Verwaltungsratsmitgliedern bzw. zeichnungsberechtigen Personen:             

  • Kopie des Reisepasses oder Personalausweises                                     
  • 2 Passbilder                                                                                                      
  • Türkische Steuernummer
  • Vornamen der Eltern zur Einholung der Steuernummer
  • Unterschriftsproben der unterschriftsberechtigten Personen
  • Einverständniserklärung, soweit man als Geschäftsführer oder Verwaltungsratsmitglied bestellt wird.
  1. Kapitaleinzahlung von mindestens ein Viertel des Stammkapitals bei Gründung. Das Stammkapital für eine GmbH beträgt 10.000,- TL und man benötigt nur einen Gesellschafter. Das Stammkapital für eine Aktiengesellschaft beträgt 50.000,- TL und man benötigt nur einen Aktionär.
  2. Vollmacht für die Firmengründung

 

Rechtsanwalt Emre Hizli nahm vom 17.09.2011 bis 28.09.2011 auch in seiner damaligen Funktion als Vorsitzender des deutsch-türkischen Unternehmerverbandes in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, kurz TIAD (vgl. www.tiad.de ), an dem sog. 13. Programm der TOBB für türkischsprachige Unternehmer teil. TOBB steht für die „Union der Türkischen Kammern für Handel, Industrie, Seehandel und Warenbörsen“. In dieser Union sind vor allem sämtliche Industrie- und Handelskammern der Türkei vereint. Nähere Informationen unter http://www.tobb.org.tr .

Bildhinweis: Präsident der TOBB, RIFAT N. HISARCIKLIOGLU mit Rechtsanwalt Emre Hizli anlässlich einer Urkundsübergabe.

Die sehr hochwertige Veranstaltung vermittelte einen großen Einblick in die türkische Wirtschaft und deren Hauptakteure, zu denen selbstverständlich die TOBB gehört. Die TOBB empfing die Teilnehmer des Programms auf Vorstands- und Vorsitzendenebene, was die Bedeutung der Veranstaltung im Besonderen unterstrich. Denn es nahmen über 40 türkischsprachige Vertreter aus über 20 Ländern teil, 4 davon aus Deutschland. Die Auswahl der Vertreter erfolgte, wie auch bei den Programmen zuvor, im Wesentlichen über die Botschaften / Auslandsvertretungen der Türkei.

Im Rahmen des 13. Programms fiel die Wahl neben weiteren 3 Vertretern aus Deutschland auf Emre Hizli. Das 13. Programm dauerte 11 Tage und enthielt eine Reise von Istanbul über Ankara und Kayseri nach Nevsehir und wieder zurück nach Instanbul. Dabei konnten mehrere Ministerien, darunter vor allem das Wirtschaftsministerium, mehrere Industrie- und Handelsakammern, mehrere Vertretungen großer Industriegebiete, mehrere international agierende Institutionen (etwa die sog. DEIK, das ist eine Kammer für wirtschaftliche Beziehungen mit dem Ausland), zahlreiche Firmen und nicht zuletzt der Hauptsitz der TOBB besucht werden. Es bestand Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit den jeweiligen obersten Vorstands- und Ministerbenen.  Auch wurde die von der TOBB eigens gegründete, inzwischen sehr angesehene TOBB-Universität in Ankara besucht. Dort nahmen die Teilnehmer des Programms an mehreren Vorlesungen, etwa zur Gründung von Unternehmen und Investitionen in der Türkei, teil.

Rechtsanwalt Emre Hizli hat im Wesentlichen die Interessen unserer Region im weitesten Sinne wahrgenommen. Die IHK für Mittelfranken etwa hat ihn mit einem Arbeitspapier in türkischer Sprache ausgestattet, das einen besonderen Einblick in die wirtschaftlichen Gegebenheiten in unserer Region verschaffte. Hizli hat das Arbeitspapier den wichtigen Stellen jeweils überlassen und nochmals auf die Besonderheiten und Marken unserer Region hingewiesen. Hierbei hat er auch zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Investition in Deutschland, in der Metropolregion Nürnberg Stellung genommen.

Im Rahmen des Programms gab es für die Teilnehmer vordergründig Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit Firmenvertretern und zum Abschluss von Einzelgeschäften. Hizli ging es aber im Wesentlichen um die Vermittlung von Kontakten in unsere Region, hier im Besonderen zur Industrie- und Handelskammer und zur Handwerkskammer, ihm ging es weiter um die Darstellung des deutschen Unternehmensrechts.

Aufgrund der nach wie vor bestehenden besonderen Verbindungen des Rechtsanwalts Hizli werden Projekte vorab auf Wunsch der Mandanten auch mit der TOBB besprochen, um über diesen Weg den Einstieg in den Handelsmarkt Türkei bestmöglich zu gewährleisten. Hier können über die TOBB in alle Ecken der Türkei Verbindungen aufgenommen und unter Einbeziehung der für die Bearbeitung der Mandate notwendigen Stellen juristische Dienste unsererseits angeboten werden.

 

Welche Chancen bietet der Handelsmarkt TÜRKEI ?

(Stand 2013)

Die Türkei hat in den letzten zehn Jahren eine enorme Entwicklung hingelegt. Beispielsweise ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2002 von 3.500 US-Dollar auf knapp 11.000 US-Dollar in 2011 gestiegen. Die Rate für das Wirtschaftswachstum hat 2010 bei 9,2 % und 2011 bei 8,5  % gelegen. Auch das Exportvolumen hat sich in den neun Jahren von 36 auf 135 Mrd. US-Dollar verbessert. In diesem Wachstum liegen Chancen begründet, welche der deutsche Exporthandel nutzen sollte.   

EMRE HIZLI & KOLLEGEN sehen sich als Brücke zwischen den Wirtschaftsnationen Deutschland und Türkei. Wir sehen uns als neutrale Moderatoren zwischen den beiden Märkten. Wir sprechen die Sprachen beider Lände, Barrieren werden durch interkulturelle Kompetenzen überwunden. Bei alledem födern wir aktiv die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder, allerdings mit einem besonderen lokalen Akzent, soweit es Deutschland, genau gesagt die Metropolregion Nürnberg betrifft. Unser Unternehmen verfügt über starke Netzwerke und Verbindungen, die genutzt werden können. Im Vordergrund stehen natürlich unsere juristischen Dienstleistungen und Kompetenzen, die wir Ihnen gerne anbieten, vor allem in den Bereichen des Unternehmesrechts (etwa Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht).

Aus einem Vortrag des Rechtsanwalts Emre Hizli im Außenhandelsausschuss der Industrie- und Handelskammer für Mittelfranken, den er auch in seiner Funktion als ehemaliger Vorsitzender des deutsch-türkischen Unternehmerverbandes in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, kur TIAD (vgl. www.tiad.de / Vorsitzendentätigkeit von Januar 2010 bis Mai 2015), gehalten hat (Quellenhinweis: es wurden auch Daten der TD-IHK herangezogen):

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

  • Deutschland und die Türkei verbinden außerordentlich vielfältige und intensive Beziehungen, die Jahrhunderte zurückreichen
  • Deutschland ist traditionell der wichtigste Handelspartner der Türkei

Wachstumsprognosen

  • 6. größte Wirtschaft der EU (Mitgliedschaft vorausgesetzt)
  • 18. größte Wirtschaft der Welt
  • Jüngste Bevölkerung der EU
  • Frauenanteil im Hochschulkader ist höher als im europäischen Durchschnitt
  • 37 Millionen Internet-Nutzer
  • 10. größter Produzent von Eisen und Stahl, wäre Nummer 2 in der EU
  • 17. größter Autohersteller der Welt, über eine Million Fahrzeuge p.a.
  • Die Türkei steht auf Rang 7 der meistbesuchten Länder der Welt

(27 Mio. Besucher 2009, die meisten aus Deutschland mit 4,5 Mio.)

 Warum in der Türkei investieren ?

 Bevölkerungsstruktur

  • Gesamtbevölkerung von ca. 75 Mio.
  • Männer- und Frauenanteil etwa gleich
  • Durchschnittsalter beträgt ca. 29 Jahre
  • Größte junge Bevölkerung im Vergleich zu den EU-Ländern
  • 60% der Bevölkerung jünger als 35 Jahre
  • Dynamische, gut ausgebildete Bevölkerung
  • Großer Binnenmarkt
  • Liberales Investitionsklima
  • Freies und zuverlässiges Investitionsumfeld
  • Dynamischer und etablierter privater Sektor
  • Zunehmende Privatisierung
  • Leadership-Funktion in der Region
  • Mitgliedschaften in internationalen Organisationen
  • Freier Markt-Zugang
  • Freier Wettbewerb und Wettbewerbsregulierung durch unabhängige Institutionen
  • Verbesserung der Investitionsumgebung
  • Neues F&E- und Innovationsgesetz
  • Qualifiziertes Personal
  • Gute und wachsende Infrastruktur

Vorteile von „Made in Germany“

Positives Deutschlandbild in der Türkei

  • kaum negative Vorurteile gegenüber deutschen Firmen
  • solide, genau und diszipliniert
  • sicherheitsbewusst, feste Regularien
  • deutsche Produkte und Firmen sind willkommen
  • deutsche Unternehmen genießen einen natürlichen Wettbewerbsvorteil
  • Deutsche sind die beliebtesten internationalen Geschäftspartner
  • langfristig hervorragende Chancen, insbesondere für mittelständische Unternehmen aus Deutschland

 

Schwerpunktmäßig bieten wir unsere Leistungen für Unternehmen an. In diesem Zusammenhang befassen wir uns natürlich mit dem Unternehmensrecht.

Im Bereich des Unternehmensrechts sind wir umfassender Ansprechpartner für unsere Mandanten.

Wir beraten und vertreten Sie in Fragen der Unternehmensgründung, bei der Umstrukturierung bestehender Unternehmen oder der Optimierung von Unternehmensstrukturen.

Wir begleiten Ihre unternehmerische Tätigkeit umfassend den Anforderungen der jeweiligen Branche entsprechend.

Immer werden selbstverständlich die steuerlichen Folgen berücksichtigt und möglichst günstige Gestaltungen gewählt.

 

Insbesondere sind wir im Bereich des Unternehmensrechts auf folgenden Gebieten tätig:

  • Unternehmens(ver)kauf
  • Ausgründungen, Ausgliederungen und Einbringungen
  • Unternehmensnachfolge
  • Handelsrecht und Gesellschaftsrecht
  • Wettbewerbsrecht
  • gewerblicher Rechtsschutz
  • IT-, Computer- und Medienrecht
  • Arbeitsrecht
  • Miet- und Pachtrecht
  • Immobilienrecht
  • Steuerrecht
  • Internationales Recht bei unternehmerischer Tätigkeit mit Bezug zur Türkei
  • Türkisches Recht bei unternehmerischer Tätigkeit in der Türkei

Wir betreuen unsere Mandanten über die klassischen Rechtsgebiete hinaus im Bereich der Steuerberatung. Hier agieren wir mit unserem Kooperationspartner, und zwar mit der Steuerberatungsgesellschaft EICHLER & KOLLEGEN, vertreten durch den Geschäftsführer, Steuerberater und Rechtsanwalt CHRISTIAN EICHLER.

Vorträge, Seminare

Rechtsanwalt Emre Hizli bietet Vorträge und Seminare für Unternehmer, Kammern und Wirtschaftsämter an. Schwerpunktmäßig geht es hierbei um folgende Themen:

  • Management und Organisation
  • Diversity Management
  • Praktisches Arbeitsrecht für Unternehmer
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen in Deutschland
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen in der Türkei
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Investieren in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (für Unternehmen aus der Türkei)
  • Investieren in der Metropolregion Izmir (für Unternehmen aus Deutschland / Metropolregion Nürnberg)

Beispielhaft verweisen wir auf folgende Veranstaltungen, bei denen Rechtsanwalt Emre Hizli als Referent zu unternehmensbezogenen Themen eingeladen wurde.

 

Eines der herausragenden Projekte ist folgende Initiative von Rechtsanwalt Emre Hizli, die er noch in seiner damaligen Funktion als Vorstandsvorsitzender des deutsch-türkischen Unternehmerverbandes in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, kurz TIAD (Infos unter www.tiad.de / Vorsitzendentätigkeit von Januar 2010 bis Mai 2015) in den Jahren 2012 und 2013 auf den Weg gebracht hatte:

Eine mögliche Kooperation zwischen der Europäischen Metropolregion Nürnberg und der "Türkischen Metropolregion" Izmir.

Emre Hizli ist der Auffassung, dass in der Europäischen Metropolregion Nürnberg besondere Akzente gesetzt werden könnten, die der Region gegenüber anderen (deutschen) Metropolregionen Wettbewerbsvorteile verschaffen könnten.  Dabei plädiert er für eine enge Kooperation der Metropolregion Nürnberg mit der „Metropolregion Izmir“, die in eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Ziele enden sollte. Hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen bietet sich die Kanzlei EMRE HIZLI & KOLLEGEN dabei als kompetente Ansprechpartner an. 

Rechtsanwalt Emre Hizli ist der Überzeugung: Internationalität und Interkulturalität sind wichtige Standortfaktoren der deutschen Metropolregionen im Wettbewerb um Unternehmen, Innovationen und Fachkräfte. Er plädiert für verstärkte Kooperationen der Metropolregion Nürnberg mit anderen Regionen im Ausland. Das Kriterium der Internationalität gewinnt dabei eine besondere Bedeutung und würde unserer Region im Vergleich zu anderen deutschen Metropolregionen eine besondere Note geben. Hier sprechen wir uns für eine enge Kooperation der Metropolregion Nürnberg mit  der „Metropolregion Izmir“ (fiktiv als Metropolregion genannt, gemeint ist Izmir und Region um Izmir herum, vergleichbar der Größe der Metropolregion Nürnberg) aus. Die Region Izmir ist in vielfacher Weise ein herausragender Partner und vorteilhaft in verschiedensten Bereichen (z.B. erneuerbare Energien und Maschinen- / Anlagenbau etc.). Das Projekt wäre einzigartig in Deutschland und ginge über eine Städtepartnerschaft mit mehr kulturellem Schwerpunkt weit hinaus. Die Kooperation hätte weitreichende Vorteile für beide Regionen, man denke an eine intensive, fundierte Zusammenarbeit der jeweiligen Kammern (Fachkräfteproblematik; gegenseitige Förderung und Aufklärung der Mitglieder der Kammern im Bereich der Direktinvestitionen; Vermittlung der jeweiligen Wirtschaftskultur in den jeweiligen Regionen) und sonstiger Wirtschaftsförderer, vor allem an eine logistische Verbindung der jeweiligen Häfen, an einen intensiven Austausch von Projekten und Events der beiden Messen, an einen besonderen Austausch der jeweiligen Bildungseinrichtungen (z.B. besondere Förderung Wirtschaftstürkisch, doppelter Diplomstudiengang an den Universitäten in Nürnberg und Izmir), um nur wenige Gedanken zum Ausdruck zu bringen.   Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben einer engen, fundierten Kooperation der benannten Regionen.

WARUM REGION IZMIR ?  

(Quelle: Informationen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und der IZKA / Entwicklungsagentur Izmir zusammengestellt haben)

 A. Nach Istanbul und Ankara die am „drittbesten entwickelte“ Region der Türkei.

  1. Kurz gesagt: Moderne Wirtschaftsregion mit etwa 4 Mio Einwohnern. Junge, dynamische Bevölkerung mit Durchschnittsalter von 30 Jahren (München: 43,5 Jahren) und Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung von 72 %. Bildungsniveau ist gut. Region ist deutlich westlicher orientiert als andere Regionen in der Türkei, verfügt über fortgeschrittene Infrastruktur und weltoffene Handelstradition mit      größtem Exporthafen der Türkei und zahlreichen Fremdkapitalfirmen. Region mit großen wirtschaftlichen Potentialen, auch für überregionale Kooperationen.
  2. Ihr Beitrag zum BIP liegt bei 8,5 %
  3. Hafen ist der Ausfuhrort zur Welt. Über 4.000 Exportunternehmen ansässig.
  4. Zwischen 2006 und 2011 wuchs die Zahl internationaler Firmen in Izmir um 88%.
  5. In Izmir finden 4,2% aller Importe und 5,8% aller Exporte (2011) der Türkei statt. Zwischen 2007 und 2011 stiegen die Exporte in Izmir um 25%.

B. Herausragende Sektoren

  1. 58% der Arbeiter sind im Dienstleistungsbereich,     
  2. 31% in der Industrie
  3. und 11% in der Landwirtschaft tätig.
  4. Zu den herausragenden Sektoren gehören: Maschinenfertigung, Textil, Lebensmittel, Plastik, Chemie, Metall, Automobil-Ersatzteile und Nebenindustrie.
  5. Izmir besitzt einen weltweiten Ruf für regionale Produkte wie Baumwolle, Feigen, Weintrauben, Tabak, Oliven und die hohe Qualität ihres Olivenöls.
  6. Izmir hat besonders großes Potenzial im Bereich erneuerbare Energie: Solar, Wind, Wasserkraft, Kohle, Natürliches Gas, Öl, Biogas und Geothermie.
  7. Die Region Izmir setzt auf mehrere Cluster-Projekte: Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Obstanbau, technologiebasierte Landwirtschaft, Klimaanlagen, Logistik, Maschinenindustrie,      Textilverarbeitungsindustrie, Gesundheitstourismus und Erneuerbare Energien

C. Industriezonen in Izmir

In dem Gebiet befinden sich mehrere voll erschlossene Industriestandorte;

  1. 13 Organisierte Industriegebiete,
  2. 2 Freihandelszonen (ESBAS und IZBAS, insgesamt 348 Firmen)
  3. und eine Technologieentwicklungsregion.
  4. Das Industriegebiet IAOSB in Çiğli ist das fünftgrößte und modernste Industriegebiet in der Türkei. Von den 526 ansässigen Firmen, die sich bereits am deutschen Berufsausbildungssystem orientieren, haben 50-60 Firmen eine enge Deutschland-Kooperation. Zudem ist eine Ausbildungskooperation mit der Ege Universität (Fachhochschule) und die Gründung des ersten privaten      Berufsgymnasiums der Türkei geplant.

 D. Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

  1. Deutschland ist mit Abstand vor China und Russland der wichtigste Handelspartner der Ägäischen Region.
  2. Ende 2012 waren knapp 1800 Fremdkapitalfirmen ansässig, circa ein Viertel mit deutscher Beteiligung. Deutsche Investoren: Dr. Oetker, Samsung Semiconductor Europe GmbH, Schneider electric, Schwarzkopf, Unicraft, Winsol, ZF Lemförder, Mahle, Eldor, Enercon und Krones.
  3. Im April 2011 hat das Izmir-Büro der AHK Türkei eröffnet, welches als Katalysator für die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen in Izmir fungiert und die 430 ansässigen deutschen Unternehmen sowie neue Firmengründungen deutscher Unternehmer unterstützt.
  4. Zusätzlich zur AHK gibt es weitere deutsch-türkische Unternehmungen in Izmir: Bremeninvest, das deutsch-türkische Kooperationsprojekt Ökologischer Landbau und das Izmir Chapter der Bundesvereinigung Logistik.

E. Infrastrukturprojekte der Zukunft

  1. Neben der Möglichkeit zur Kulturhauptstadt des Mittelmeers ernannt zu werden, ist Izmir auch im Auswahlverfahren für die Ausrichtung der EXPO 2020      (Bewerbungsschluss Dezember 2013). In Gaziemir entsteht ein neues Messegelände mit einer Fläche von 337.000 m². Die Anlagen sollen 2014 bereits fertiggestellt werden. Als Messestadt hat sich Izmir bislang nicht hervorgetan. Zu      erwähnen sind folgende Veranstaltungen: Izmir International Fair (seit 81 Jahren), The International Marble Fair (seit 18 Jahren) und die IFASHION Wedding Fair (seit 6 Jahren).
  2. Die Stadt soll neu gestaltet werden. In der Region Turan-Salhane ist ein neues Stadtzentrum geplant. In Inciralti sind neue Gesundheitseinrichtungen, Zentren für Altersmedizin und Thermahotels      geplant. Sollte Izmir die EXPO ausrichten dürfen, wäre dies ein zusätzlicher Anstoß für Infrastrukturprojekte im Bereich Verkehr und Hotel- und Gastgewerbe.
  3. Es gibt ein Rehabilitationsprojekt „Hafen und Gold von Izmir“. Im Golf von Izmir soll durch einen Umwälzkanal wieder gebadet werden können und der Hafen wird weiter ausgebaut, damit Schiffe      der 3. Generation auch anlegen können. Um den Handel zu fördern, werden die Containerflächen erweitert. In Candarli wird gegenwärtig der Kuzey Ege Hafen errichtet, der der größte im Mittelmeerraum und einer der zehn größten der Welt sein wird. Der 40 km lange Küstenstreifen des Golf von Izmir wird mit urbanen Terrassen, Meeresbalkonen, Schwimmplattformen und städtischen Strandanlagen neu gestaltet.
  4. Im Rahmen der Ziele für 2023 sind für Izmir die Autobahn Izmir-Istanbul und die Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung Ankara-Izmir geplant. Der Flughafen liegt nur 18 km vom Stadtzentrum und weist internationalen Standard auf. SunExpress, die türkisch-deutsche Tochtergesellschaft von Lufthansa, hat den Flughafen Izmir zur Drehscheibe erklärt und fliegt wöchentlich 272 planmäßige und direkte Flüge zwischen der Türkei und Europa.

ZUKUNFT DES PROJEKTES

Delegationsreise von Vertretern der Europäischen Metropolregion Nürnberg und von TIAD nach Izmir vom 11. – 14. Mai 2014 unter Leitung von Rechtsanwalt EMRE HIZLI

Mit einer auserwählten Delegation wurden nun schwerpunktmäßig operativ die Möglichkeiten der Realisierung einer solchen Partnerschaft erkundet, um die Grundlagen für eine entsprechende Entscheidung für eine Partnerschaft in der jeweiligen Region präsentieren zu können. Auf Seiten der Region Izmir wurden die Chancen und Potentiale ausgelotet, mithin die notwendigen Informationen für die zustänidgen Gremien der Metropolregion Nürnberg gesammelt.

Am 12. und 13. Mai 2014 fanden hierzu mit Zustimmung des Geschäftsführers des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Europäischen Metropoleregion Nürnberg, Herrn Dr. Fraas, Gespräche mit wichtigen Stellen in Izmir statt. Teilnehmer der Delegation auf Seiten der Europäischen Metropolregion Nürnberg waren:

Axel Eisele
Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat – Amt für Wirtschaftsförderung, zuständig für Infrastruktur, Verkehr und Logistik sowie Beschäftigungspolitik, Europäische Metropolregion Nürnberg – Geschäftsstelle Forum Wirtschaft und Infrastruktur sowie Internationale Wirtschaftsförderung der Stadt Nürnberg (u.a. als Betreuer des Business Support Center Nürnberg zur Unterstützung internationaler Investoren)

Thomas Dreykorn
Stadt Fürth, Referat für Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Liegenschaften, zuständig für Strukturentwicklung, Wissenschaft und Technologietransfer, Leiter Kompetenzinitiative Neue Materialien, Europäische Metropolregion Nürnberg – Geschäftsstelle Forum Wissenschaft

Christian Hartmann
Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken, Bereich International, Länderbetreuer Türkei, zuständig auch für Exportfinanzierung, Förderprojekt "Go International"

Dr. Wolfgang Eckart
Stadt Nürnberg, Direktor des Bildungszentrums im Bildungscampus

Prof. Dr. Ziya Aksu
Grundüngsmitglied und Ehrenmitglied des des Deutsch-Türkischen Unternehmervandes TIAD, Großunternehmer

Serdar Gökkuş
Vorstandsmitglied des des Deutsch-Türkischen Unternehmervandes TIAD, IT-Spezialist bei SIEMENS

Emre Hızlı
Rechtsanwalt und damaliger Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Unternehmervandes TIAD

Die Delegation wurde von Rechtsanwalt Emre Hizli gemeinsam mit Herrn Axel Eisele angeführt.

Ziele der Delegationsreise:

Nun sind Initiativen für Kooperationen selbstverständlich keine Seltenheit, Organisationen aus den genannten Regionen verfügen auch vielfach über bereits bestehende Kooperationen, doch die nun vorgeschlagene Regionalpartnerschaft bietet folgende, einzigartige Chance, die es aus unserer Sicht zu nutzen gilt:

Die Europäische Metropolregion Nürnberg (kurz EMN) gehört zu den erfolgreichen Metropolregionen in Deutschland.

Was sind Metropolregionen in Deutschland ?

Metropolregionen sind geprägt von freiwilliger Kooperationskultur und haben die Polyzentralität zum Ziel. Die Metropolregion sieht sich als lebenswerter Gegenentwurf zu den Megacities, die überall auf der Welt entstehen. Statt Verstädterung und Konzentration auf ein urbanes Zentrum wird die Partnerschaft von Stadt und Land gefördert. Städtische und ländliche Räume bringen ihre ganz unterschiedlichen Stärken und Vorteile gleichberechtigt ein und bilden so eine Heimat für Kreative. Die Metropolregion bietet Vorteile und Funktionen einer Großstadt, aber ohne deren negative Nebeneffekte, wie Verkehrschaos, Umweltversschmutzung, explodierende Immobilienpreise und soziale Spannungen. Polyzentrale Strukturen mindern den Druck auf Infrastruktur und Umwelt, steigern die Vielfalt und Lebensqualität im Großraum und machen die Metropolregion Nürnberg gerade auch für Familien attraktiv. 22 Landkreise und 11 kreisfreie Städte arbeiten partnerschaftlich mit der Wirtschaft zusammen und ergeben so die Metropolregion Nürnberg (Quelle: Broschüre „Die Heimat für Kreative“ – Europäische Metropolregion Nürnberg). Die Metropolregion Nürnberg gehört zu den erfolgreichen Regionen in Deutschland. Hier sind haben ganz besondere Unternehmen und Marken ihren Hauptsitz, zu nennen sind hier etwa SIEMENS, adidas, puma, MAN, DATEV, BOSCH, LEONI, FABER-CASTELL, DIEHL, Alcatel-Lucent, STAEDTLER, AREVA, GRUNDIG, um nur einige wenige Marken zu nennen.

Idee: Schaffung einer „Metropolregion Izmir“ und Verbindung mit der Metropolregion Nürnberg:

Nach der Konzeption von TIAD haben wir diese Überlegungen auf die Wirtschaftsregion in und um Izmir übertragen und haben gleichsam die sog. „Metropolregion Izmir“ geschaffen. Wir betrachten die Region in und um Izmir als weltoffene, aufstrebende Region, die gerade auch in den ländlichen Bereichen um Izmir herum große Potentiale bietet. Diese „Metropolregion Izmir“ passt aus unserer Sicht sehr gut zur Metropolregion Nürnberg, was die Größenverhältnisse und wichtige Kompetenzfelder angeht. Jeder blickt nach der Megacity Istanbul, die Probleme sind oben dargestellt. Die große Chance ist aber vielmehr die „Metropolregion Izmir“. Hier sind Wachstumschancen, groß angelegte Invstitionen und wirtschaftlicher Austausch auf bilateraler Ebene die maßgebenden Faktoren, die so interessant sind für eine Regionalpartnerschaft auf internationaler Ebene. Hier begegnen sich Regionen auf gleicher Augenhöhe !

Heutzugae sind es die Regionen, die im Wettbewerb zu einander stehen ! Aufgrund der Globalisierung ist der Faktor Internationalität und Vernetzung standortprägend und eminent wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Region selbst. Daher die Initative.

Der Weg zur Regionalpartnerschaft:

Die Europäische Metropolregion Nürnberg verfügt bereits über eine deutsch-türkische Kooperation mit den herausragenden Akteueren der Wirtschaft, Wissenschaft und Integration. Auf Initiative von TIAD hat hier eine herausragende Vernetzung auf regionaler Ebene stattgefunden, die als einzigartig in Deutschland betrachtet werden kann. Es besteht eine Kooperationsvereinbarung, die vor allem die Förderung von Direktinvestitionen sowohl in Deutschland als auch in der Türkei und ferner die Förderung von Bildung zum Inhalt hat. Die sich hieraus ergebenden, festen Verbindungen sind Ausfluss von fundierter Zusammenarbeit, die wir nun auch regional übergreifend der „Metropolregion Izmir“ anbieten wollen. Die „Metropolregion Izmir“ kann also auf eine bereits funktionierende deutsch-türkische Beziehung zurückgreifen und hiervon profitieren. Zu den Partnern der „Deutsch-Türkischer Kooperation in der Europäischen Metropolregion Nürnberg“, vgl. Informationen auf dieser Internetpräsenz unter „Wir über uns“.

Im Rahmen der Delegationsreise galt es, im Nachgang zum Wirtschaftskongress eine Fact-Finding-Reise mit starkem Wirtschaftsbezug nach Izmir vom 12. bis 13.05.2014 (Ankunft am 11. und Abflug am 14. Mai) zu realisieren. Vertreter der Metropolregion Nürnberg begleiteten diese Reise, um weitere Erkenntnisse über die Region Izmir und Ansatzpunkte für zukünftige Kooperationen zu gewinnen.Ziel dieser Fact-Finding-Reise war es, etwaige gemeinsam interessierende Sachverhalte zu definieren, abzustimmen und gemeinsame Projektideen mit der Region Izmir auszuloten. Die Nürnberger Seite hat dazu die Kompetenzfelder der Metropolregion Nürnberg vorgestellt. Weiterhin wurden die Infrastrukturen des Metropolregion Nürnberg wie Messe, Flughafen und Hafen als Schlüssel und Anknüpfungspunkte einer wirtschaftlichen Kooperation für Unternehmen aus den Regionen Izmir und Nürnberg dargestellt.Ein wichtiges Signal ist, dass die Metropolregion Nürnberg die Unternehmen aus der Region Izmir schon jetzt beim Markteintritt unterstützen kann: Mit dem Projekt BSC - Business Support Center der beiden metropolitanen Städte Nürnberg und Fürth werden für drei Monate kostenfrei möblierte Büros mit Personal und Serviceleistungen rund um die Marktrecherche und Firmengründung für die türkischen Investoren erbracht. Auch Aspekte des Ausländerrechts werden unterstützt. Der Wert dieser Fördermaßnahme beträgt maximal 10.500 €. Das Projekt ist in Deutschland unseres Wissens nach einzigartig und bietet eine hervorragende Willkommenskultur für unsere türkischen Unternehmen. Wir wollten den Vertretern in Izmir dieses Projekt im Besonderen vorstellen und brachten es sozusagen als besonderes Gastgeschenk für die Unternehmer in der Region Izmir mit.

Im Bereich der Forschung, vor allem der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung boten wir an, die Ideen von ESIAD und den Universitäten in Izmir für eine engere Zusammenarbeit etwa auch mit dem in der Metropolregion Nürnberg angesiedelten Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aufzunehmen und dem genannten Institut weiter zu leiten.

Im Bereich der Bildung präsentierten wir ein besonderes Angebot, das gerichtet ist an angehende Studierende aus der Region Izmir, die in der Metropolregion Nürnberg studieren wollen. Es geht um eine sog. Wissenschaftspropädeutik, die die angehenden Studierenden vor allem mit Deutschkursen und Kursen zur Gesellschaftskunde vorbereiten wird. Herr Dr. Eckart, der der Chef der größten Bildungseinrichtung in Nordbayern ist, hat hierzu die Überlegungen im Einzelnen dargestellt.

Außerdem strebten wir an, dass sich die Universitäten aus den beiden Regionen annähern und in naher Zukunft auch einen Doppelabschluss im Rahmen EINES internationalen Studienganges anbieten. Es geht um das einzigaritge Angebot, im Rahmen eines einzigen Studienganges sowohl auf deutscher als auch auf türkischer Seite je einen Abschluss innerhalb der üblichen Studienzeit zu erwerben. Hier gibt es sicherlich Hürden, aber diese sind aus unserer Sicht zu meistern, wenn nur die Universitäten die weitere Iniativen ergreifen und in diese Richtung arbeiten. Unser Focus ist hier selbstverständlich die (Internationale) Wirtschaft, hier sollen auf hohem Niveau Wirtschaftskenner der Türkei und Deutschland ausgebildet werden.

Im Rahmen der Reise begleitete uns ESIAD zu den Kammern in Izmir vor allem zur Ägäischen Industriekammer (EBSO) als auch zur Ägäischen Handelskammer (IZTO).

Die Ergebnisse der Fact-Finding-Reise sind nun eine Entscheidungsgrundlage für weitere Reisen. Im Herbst 2015 plant nun das Bayerische Wirtschaftsministerium eine Unternehmerreise nach Izmir.

UNTERNEHMERREISE IM HERBST 2015 GEPLANT

Im Jahr 2015 sind auch unter dem Einfluss der obigen Initiative Unternehmerreisen nach Izmir geplant, hier führen wir aktuelle Gespräche mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und der Industrie- und Handelskammer für Mittelfranken. Schwerpunkt der Reise wird sein: Erneuerbare Energien in der Region Izmir.

 

Wir erbringen für unsere Mandanten kompetente und zielgerichtete juristische Leistungen im Bereich der deutsch-türkischen Wirtschaft.

Wir greifen hier auf fundierte Kenntnisse und Erfahrungen, vor allem aber auf ein großes Netzwerk zurück, das wir unseren Mandanten mit Stolz anbieten. Dieses Angebot haben wir für Sie aufgrund unseres langjährigen, erfolgreichen Engagements in diversen Tätigkeitsfeldern entwickeln können.

Wir sprechen hier gezielt Unternehmen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg an, die in der Region wirtschaften. Mit unseren Dienstleistungen fördern wir deren unternehmerische Tätigkeit und bringen uns hierbei nicht nur mit unserem juristischen Sachverstand ein, sondern bringen nach Möglichkeit immer auch Aspekte ein, die für das jeweilige Unternehmen von Vorteil sind. So spricht sich Rechtsanwalt Emre Hizli etwa für eine verstärkte interkulturelle Öffnung der deutschen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen aus. Er ist weiter der Überzeugung, dass im Bereich der ethnischen Ökonomie, also mehr auf Seiten der Unternehmer mit Migrationshintergrund vermehrt auf Vernetzung gesetzt werden müsse. Die Unternehmer gerade türkischer Herkunft sollten verstehen, dass eine ausgeprägte, interethnische Vernetzung wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt und im weitesten Sinne zur Integration beiträgt. In diesem Zusammenhang unterstützen wir unsere Mandanten unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen (vor allem Ausländerrecht, Arbeitsrecht).

Zu den Mandanten unserer Kanzlei gehören aber auch Unternehmen, die neben der wirtschaftlichen Betätigung hier in Deutschland ein Engagement, eine Investition in der Türkei suchen und dabei unsere juristischen Dienstleistungen (Rechts- und Steuerberatung im weitesten Sinne, konkret etwa Firmengründung, Verträge etc.) in Anspruch nehmen. Hinsichtlich der Türkei konzentrieren wir uns dabei auf die Regionen in und um Istanbul und Izmir. Besonders großes Potential sehen wir dabei für Investitionen in der Region in Izmir und Umgebung (wir bezeichnen diese Region fiktiv als „Metropolregion Izmir“ als counterpart für die Metropolregion Nürnberg; vgl. hierzu den Link: Metropolregionen Nürnberg - Izmir

Emre Hizli hat in seiner Funktion als Rechtsanwalt und ehemaliger Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Unternehmerverbandes in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, kurz TIAD (Informationen zu dem Verband unter www.tiad.de / Vorsitzendentätigkeit von Januar 2010 bis Mai 2015), zahlreiche Impulse zur Förderung gerade der deutsch-türkischen Beziehungen und Wirtschaft gesetzt. Die Impulse betreffen zum einen die regionale Wirtschaft vornehmlich in der Europäischen Metropolregion Nürnberg, zum anderen den bilateralen Bereich zwischen Deutschland und der Türkei. So hat er die sog. Deutsch-Türkische Kooperation der Wirtschaftsförderer in der Europäischen Metropolregion Nürnberg und den sog. Deutsch-Türkischen Wirtschaftstag in der Europäischen Metropolregion Nürnberg initiiert, vernetzt, den Initiativen eine gemeinsame Zielvereinbarung der Partner zugrunde gelegt und diesbezügliche Veranstaltungen mehrfach mitorganisiert und geleitet. Im Rahmen des Wirtschaftstages wurden überwiegend Themen der Bildung und Wirtschaft mit Bezügen zum Recht angesprochen. 

Hintergrund der Deutsch-Türkischen Kooperation und des Wirtschaftstages in der EMN:

Die wirtschaftliche Zukunft der Metropolregion Nürnberg wird angesichts der demografischen Herausforderungen sehr bald ganz entscheidend davon abhängen, ob es uns gelingt, den Standort für Fachkräfte aller Qualifikationsstufen und ihre Familien attraktiv zu gestalten und zu präsentieren. Neben den Handlungsfeldern "Bildung" und "Erwerbsbeteiligung" wird auch die Attraktivität für ausländische Zuwanderer eine wichtige Rolle spielen. Dabei können wir uns durchaus auf langjährige Erfahrungen in der Migration stützen, wir blicken zurück auf eine über 50 Jahre alte Erfolgsgeschichte des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens.

Vor diesem Hintergrund hat der Unternehmerverband TIAD in den Jahren 2011 bis 2014 unter Leitung von Rechtsanwalt Emre Hizli mit zahlreichen Partnern des Verbandes, namentlich dem Generalkonsulat der Türkischen Republik in Nürnberg, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeitder, Industrie- und Handelskammer für Mittelfranken, der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken, der Handwerkskammer für Mittelfranken , des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion Nürnberg, dem Bezirksverband sämtlicher Sparkassen in Mittelfranken und dem Bildungscampus der Stadt Nürnberg ein besonderes Anliegen, herausragende Vertreter der Wirtschaft und Bildung in der Europäischen Metropolregion Nürnberg zu einer Kooperation zusammenbringen und diese zu einer besonderen Kooperationsvereinbarung (vgl. unten) bewegen können, die Rechtsanwalt Emre Hizli in enger Zusammenarbeit mit der IHK für Mittelfranken ausgearbeitet hatte. Damit wollen die Kooperationspartner, mithin die Hauptakteure der deutsch-türkischen Wirtschaft in unserer Region den Blick zurück, aber auch die Perspektive nach vorne richten verbunden mit Vorschlägen, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Die Metropolregion Nürnberg kann sich im Wettbewerb der Wirtschaftsräume behaupten, wenn es gelingt, einen Schulterschluss bedeutender regionaler Kooperationspartner in zentralen Wirtschaftsthemen wie der Zuwanderung oder der Vertiefung der gegenseitigen wirtschaftlichen Verflechtung zu erreichen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen. Die genannten Initiativen sind in diesem Sinne ein wichtiger Schritt für unsere Region.  Die Zielvereinbarung hat folgenden Wortlaut:

"Die ethnische Ökonomie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Wirtschaftens in Deutschland. Mehr denn je hängen die Wachstums- und Beschäftigungsperspektiven der Metropolregion Nürnberg davon ab, dass sich Beschäftigte und Unternehmer mit Migrationshintergrund effektiv und nachhaltig in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in der Metropolregion Nürnberg einbringen. Hierfür führen die Kooperationspartner den sog. Deutsch-Türkische Wirtschaftstag in der Metropolregion Nürnberg ein und nehmen das 50-jährige Bestehen des Deutsch-Türkischen Anwerbeabkommens zum Anlass, die Resultate erfolgreicher unternehmerischer Betätigung, Initiativen und Kooperationen und die dynamische Entwicklung der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen zu würdigen. 

Mit Blick auf die Zukunft der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen in der Metropolregion Nürnberg vereinbaren die Kooperationspartner, sich für die folgenden Ziele durch gemeinsame Projekte einzusetzen:

  • Erhöhung der jeweiligen Direktinvestitionen in den beiden Partnerländern durch gezielte Akquisition sowie Kommunikation von Rahmenbedingungen und Anlaufstellen für ausländische Investoren
  • Kommunikation von Notwendigkeit und Vorteilhaftigkeit der Arbeitsmigration sowie von Rahmenbedingungen und Anlaufstellen für Migranten
  • Kommunikation der Bedeutung von Bildung für Migranten
  • Etablierung eines regelmäßigen Deutsch-Türkischen Wirtschaftstages
  • Etablierung eines freundschaftlich gelebten Miteinanders von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in der Metropolregion Nürnberg.“

 

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